15. Türchen 2016

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Heute früh bin ich krank aufgewacht. Ich habe schon länger immer wieder Husten und Schnupfen, aber heute habe ich mich zum ersten Mal richtig krank gefühlt, hatte Kopfschmerzen und war etwas wacklig auf den Beinen. An solchen Tagen hilft nur eins: entschleunigen.

Der Begriff ist ja etwas abgenutzt. Ich meine es wirklich wörtlich. Alles, was ich tue, mache ich in Slow Motion. Ich esse langsam und bewege mich bedächtig, denn wenn man krank ist, hilft es nicht weiter, einen neuen Effizienzrekord aufzustellen.

Heute Morgen habe ich erst einmal ein Erkältungsbad genommen. Ich habe fast eine Stunde in der Badewanne verbracht und die ätherischen Öle wie Minze und Eukalyptus eingeatmet. Am Ende war meine Nase so frei, dass ich den angenehmen beerigen Duft meines Lieblings-Duschbads riechen konnte und habe mich damit in aller Ruhe eingeschäumt. Danach ging es mir schon ein wenig besser.

Anschließend habe ich etwas gegessen und einen Tee getrunken, eine Serienfolge angeschaut und mich dann ins Bett gelegt. Schlafen ist ja die beste Medizin, aber mit Kopfschmerzen geht das nicht so gut. Nach dem Baden war es deutlich angenehmer.

In der Ruhe liegt die Kraft

Als ich am frühen Abend aufgewacht bin, ging es mir schon besser. Die Nase ist wieder frei und die Kopfschmerzen sind nicht weg, aber deutlich erträglicher geworden. Was es doch ausmacht, wenn man sich Ruhe gönnt - darüber staune ich immer wieder.

Die Erkältung hat sich jedenfalls den richtigen Zeitpunkt ausgesucht. Normalerweise muss ich donnerstags in die Uni, es besteht Anwesenheitspflicht. Aber gerade in dieser Woche ist die Dozentin nicht da und der Kurs fällt aus. Nächste Woche wird es wieder stressig, aber bis dahin geht es hoffentlich besser.

Nach dem Abendessen und einem leckeren Pfefferminztee habe ich einen weihnachtlichen Film gesehen, den Michel aus Lönneberga ausgelesen und eine Süßigkeit aufgegessen, die mein Freund und ich gestern auf dem Weihnachtsmarkt entdeckt haben. Am Stand mit den Lebkuchenmännern auf dem Bild hier gab es verschiedene große Teigballen mit Füllung, die man mit einem Hammer (siehe oben) zerschlagen und anschließend die zerbröckelten Teile gegessen hat. Unserer war mit Champagnertrüffeln gefüllt und ich finde, Trüffel sind einfach das Größte.

Nun werde ich nicht mehr viel machen, sondern früh schlafen gehen. Morgen habe ich nämlich noch ein paar weihnachtliche Besorgungen zu machen. Ich bin aber guter Dinge, dass es mir gut genug geht, um morgen wieder aus dem Haus zu gehen.

Wer auch kränkelt, sollte idealerweise so einen Entschleunigungstag einlegen, bevor die Krankheit ausbricht. Bleibt gesund - denn es sind nur noch 9 Tage bis Weihnachten! :-)